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»Kein Geld für Niemand» – ein Geldstück
Schauburg – Theater der Jugend München 2011

Jule Ronstedt

Text: Jule Ronstedt (Auftragsarbeit)
Bühne und Kostüme: Andrea Fisser
Musik: Toni Matheis
Darsteller: Josefine Ehlert, Berit Menze, Lucca Züchner, Anton Algrang, Johannes Klama





Synopsis:
Es macht einfach zu viele Probleme! Was der Mensch erfunden hat, kann er auch wieder abschaffen: Alles Geld soll vernichtet werden. Geld in jeder Form: Münze, Scheckkarte, Aktie. Geld hat statt Zufriedenheit und Erfüllung nur Neid, Missgunst, Unglück über die Menschen gebracht.

In der Schalterhalle einer Bank stellen sich die unterschiedlichen Figuren dieser neuen Herausforderung: Lehrling Sabine ist froh, allen Leistungsdruck los zu sein, endlich hat sie Zeit zu stricken, während die Bankangestellte Silke große Probleme hat, sich ein Leben ohne Geld und berufliche Aufstiegsmöglichkeiten vorzustellen. Der Indianer gibt freiwillig sein Geld ab, die Celebrity-Lady verliert total die Nerven, weil die Läden alle zu haben, die Oma kippt um, als die Scheine in der Matratze schwinden und der Bankräuber begreift erst langsam, dass er seine finanziellen Sorgen endlich los ist.

Das Geld treibt alle in den Irrsinn.

Pressestimmen:
„Herrlich, wie diese beiden (Bankangestellten) ihre konträren Figuren dicht an die Grenze zur Hysterie führen. Wie fein der Text und Spiel einander kommentieren und wie viel Bedeutung aus dem Verschieben dreier Riesen-Goldwürfel zu schlagen ist.“
SZ, 18.3.2011


»Du, Du und ich«
Schauburg – Theater der Jugend München 2009

Jule Ronstedt
Text: Theo Fransz
Bühne: Tobias von Wolffersdorff
Kostüme: Andrea Fisser
Musik: Toni Mattheis
Schlagzeug: Sandra Leipold
Darsteller: Berit Menze, Henriette Schmid, Johannes Klama



Synopsis:
Frederike spricht nicht mehr, seit die Eltern von Trennung reden. Was die Eltern von der Tochter verlangen, ist eine Zumutung. „Sie muss Verständnis dafür haben, dass wir auch unsere Freiräume brauchen. Sie muss lernen zu akzeptieren, dass große Menschen nun mal nicht immer zusammen bleiben.“ Dagegen wehrt sie sich. Sie verweigert das Essen, schlägt sich gegen den Kopf, und schweigt. Das sind ihre Möglichkeiten zu protestieren. Aber die Eltern verstehen sie nicht. Sie halten sie für auffällig, unnormal, bockig, krank. Ja, Frederike ist krank: Elternkrank, scheidungskrank, familienkrank. Es dauert, bis die Eltern erkennen, dass sie die Ursache für diese „Krankheiten“ sind.

Pressestimmen:
„....Ihr gelingt es auf wunderbare Weise, von ernsten Themen wie Übergewicht („Flusspferde“), Armut („Südseekeller“) oder eben Scheidung so zu erzählen, dass sich Heiterkeit, Zuversicht und Mut beim Publikum einstellen.“ SZ, online-Portal

"Die Film- und Fernsehschauspielerin Jule Ronstedt setzt das Stück in ihrer dritten Inszenierung für die Schauburg in starke, schöne Theaterbilder um. Mit raffinierter Schlichtheit setzt sie die Traumwelten, in die sich die kleine Frederike (Henriette Schmidt) flüchtet, gegen die plastikfarbene Puppenstube der Barbie- und Ken-Welt, in der die Träume von der problemfreien Familie bei Mutter (Berit Menze) und Vater (Johannes Klama) gerade platzen. Träume, so die Erkenntnis, sind mehr als nur Schäume, setzen sich umso stärker im Bewusstsein fest, desto unwahrscheinlicher ihre Erfüllung wird. " Abendzeitung 11.Januar 2009


»Südseekeller« – ein Familienurlaub
Schauburg – Theater der Jugend München, 2007

Jule Ronstedt

Text: Jule Ronstedt (Auftragsarbeit)
Bühne: Tobias von Wolffersdorff
Kostüme: Andrea Fisser
Musiker: Toni Mattheis und Tobi Weber
Darsteller: Marie Ruback, Elisabeth Wasserscheid, Tim Kahlhammer, Andrea Thiele





Synopsis:
Alles sollte perfekt sein: Südseeurlaub, Familienidyll unter Palmen, neidische Nachbarn und Freunde. Doch dann kommt alles anders: Der Vater verliert seinen Job. Die Luxuswünsche von Frau und Tochter sind nicht mehr zu bezahlen. Aber: Wie kommt man aus der Sache raus, ohne vor den Bekannten sein Gesicht zu verlieren? Ganz einfach: Man versteckt sich einen Urlaub lang im Keller und tut so, als wäre man verreist. Mit viel Musik wird hier eine groteske Geschichte über Status, Werte und Familienleben erzählt, die nie zu ernst wird und nie in die Betroffenheit abrutscht.

Pressestimmen:
"In der Schauburg stehen nun Mutter und Tochter in schicker Reisemontur mit fetten Koffern oben am Kellertreppenabsatz, Papa soll sich doch bitte beeilen, das Taxi warte. Und der: Familie pleite, Ferien diesmal hier im Keller. Dann merken es die Nachbarn nicht.
Wie da die Gattin ehefraulich ihre Enttäuschung, ihre Scham - Vertrauensbruch! Versager! Immer schon gewusst! - explodieren lässt, wie die Tochter in aggressiv wippendem Petticoat ihre Teenie-Wut dem Vater entgegenkrächzt und der bedripst, aber doch standhaltend, Schlafmatten und Minikühlschrank ranschleppt - das ist emotional hinreißendes Theater mit sprachlichem Original-Ton direkt aus dem Zentrum der Familienkrise." (Münchner Merkur, 11.06.07)

"Das Ereignis selbst ist so tragisch wie seine theatrale Umsetzung leicht und vergnüglich ist." Süddeutsche Zeitung, 11.06.07


»FlussPferde« (ab 4 Jahren)
Schauburg – Theater der Jugend München, 2006

Jule Ronstedt

Text: Anne Mäkelä
Bühne: Tobias von Wolffersdorff
Kostüme: Andrea Fisser
Musikalische Leitung: Toni Mattheis
Liebertexte: Jule Ronstedt
Musiker: Tobi Weber
Choreographie: Johanna Richter
Darsteller: Tamara Hoerschelmann, Stefan Maaß





Synopsis:
Irgendwo in einem Flusstal sitzt eine Flusspferddame. Sie ist zufrieden mit sich und ihrer kleinen Welt, geniesst ihre füllige Behäbigkeit und liebt nichts mehr, als zu schwimmen. Da taucht ein Wildpferd auf, schnell und beweglich, voll Freiheitsdrang, eitel und herausgeputzt. Und – es kann tanzen! So stellt sich ihnen die Streitfrage, wer von beiden denn nun das richtige Pferd ist. Oder ob nicht jeder gut ist, wie er ist.

Pressestimmen:
„Mit Tamara Hoerschelmanns anmutig ausgestopfter Rundlichkeit, Stefan Maaß' schnaubwieherndem Tänzeln und mit Bassist Tobias Weber, auch als Ansprechpartner fürs ungleiche Pärchen, entsteht in fesch-frechen Kostümen ein Märchen, das entgegen modischer Hektik und Aktionismus den Charme der Langsamkeit wieder entdeckt und Kindern das Mitfantasieren gestattet.“
(Münchner Merkur, 9.3.2006)


»Das Orchester«
Metropol-Theater München, 2002

Jule Ronstedt

Freie Produktion, gefördert durch das Kulturreferat der Stadt München
Text: Jean Anouilh
Musikalische Leitung: Antje Uhle
Bühne: Moritz Köster
Kostüme: Andrea Fisser
Darsteller: Ulrike Arnold, Jessica Higgins, Bigna Keller, Ditte Schupp,
Elisabeth Wasserscheid, Billi Zöckler, Klaus Kohler

Synopsis:
Das Orchester spielt diesen Abend im Sanatorium für Verdauungsstörungen. Die sechs Musikerinnen und „der Klavierspieler“ sind sich auf ihrem Podium Abend für Abend gnadenlos ausgeliefert. Sie alle haben schon bessere Zeiten gesehen, die große Karriere kommt wohl nicht mehr. Streitereien, Tratsch und Eifersucht dominieren hier den Musikeralltag. Nach Außen allerdings wird die Fassade gewahrt: die Damen musizieren und singen um ihr Leben, versprühen Charme und böses Blut.

Pressestimmen:
„Mit der Grazie klappt's nicht so recht, umso besser dafür mit Klatsch und Tratsch, Stichelein und Bosheiten. ... –Das ist schräge Unterhaltung mit melodramatischen Obertönen! ... – Jede ein fabelhaft gespieltes Original.“ Abendzeitung, 7.12.2002


»Andere Baustelle« – ein Liederlärm
Kammerspiele München, 1999

Jule Ronstedt

Auftragsarbeit für die Münchner Kammerspiele im Umbau
Musikalische Leitung: Antje Uhle
Darsteller: Anna Schudt, Jule Ronstedt
Am Klavier: Sophie Mengele

Das Leben ist eine Baustelle, das Theater sowieso: „Wer andern ein Theater baut, geht selbst gern rein!“ Die zwei Bauarbeiterinnen Ali und Uli müssen die Kammerspiele vor dem Einsturz retten und lassen es dabei richtig krachen: sie mörteln, kitten, bauen und singen. Denn wenn man schon erschlagen wird, dann wenigstens ästhetisch!

Pressestimmen:
„Hin und hergerissen von Girlpower und Hausfrauenfrust, schwärmen die beiden Damen im Blaumann von Herren mit den graumelierten Schläfen und knackigen Neandertalern, träumen vergeblich davon am Arbeitsplatz sexuell belästigt zu werden und lassen keinen Zweifel aufkommen, dass die Baustelle als letzte Bastion männlicher Schaffenskraft vor weiblichen Übergriffen längst nicht mehr sicher ist.“ SZ, 13.4.1999

„Eine Weibervollversammlung der ansteckenden Art!“ Münchner Merkur, 13.4.1999


»Grabesdramen von drei Damen«
Pasinger Fabrik / Teamtheater München,1997

Jule Ronstedt
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